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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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Zweiter Theil.

lluch wenn er straft, barmherzig doch,

Sein Fluch ist schwerer Segen,

Ein bacter Segen; aber noch

Zum Wohl auf unfern Wegen.

Der Menfchenmutter wird der SchmerzZur Freude; daß ibr MuttcrherzMit Sieg ihr Kmdlein hcrze:

Dem Manne wird sie unkerthan,

Daß treu und stark, und fest am ManRSie Lebens-Leid verschmerze.

Auch wenn er straft, barmberzig noch,

Auch noch sein Fluch ist Segen,

Ein harter Segen, aber nochUns noch zu unfern Wegen,

Da kleidet Gott sein nacktes Kind

Ihr Hüllen die mein Elend sind,

Das Denkmal meiner Schande:

Seyd Hüllen der Barmherzigkeit;

Mein Land voll Arbeit, Müh undLeid

Wird mir zu Gottes Lande!

O Cherub steh' mit deinem SchwertMein Eden zu bewabrm!

Dein Blick, der mein Gebein durchführtMit taufend Flammcnfchaaren,

Er winkt mir, daß ich aufwärts seh'.

Zum Paradiese höh'rer Höh',

Was nie sich kann verlieren;

Da wird in neuen Jugend-Raum,

Da wird zum neuen Lebensbaum

Mein Bruder hin mich führen!