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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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186
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^6 Herders Gedichte.

Weis spiegelt uns die Sünde vor?

Macht unser» Ruhm zu Leide!

In Lust wird unser Aug' ei» Thor,

Spricht uns von Vaters-Neide,

Von Neide deß, der Alles giebt,

Wird fremde dem, der Alle liebt,

Traut ihm nicht, und der Schlange!Sie ißt die Schlange? sie allein,So werd ich Gott und Göttin seyn,Wenn ich, wie sie, dort prange. "

Gewollt, ach schnell gcthan, bereut.

Bereut mit Furcht und Zittern!

Da kommt der Gott der Freundlichkeit;

Kommt er in Ungewittern?

Im Abendsguseln kommt der Herr,

Ruft linde seine Schuldencr,

Sie gnädig zu verschonen;

Er fragt, er hört als Vater sie,

Für Sünde will er sic mit MühUnd neuer Wohlfahrt lohnen.

Barmherzig doch, auch wenn er straft,

Auch noch sein Fluch ist Segen!

Ein harter Segen, aber noch

Zum Wohl auf unfern Wegen.

Dem Menschenvaker wird sein BrodIn Schweiß und Kummer, Müh undNoch,

Daß es ihm schmackhaft werde.

Tod wird sei» Urtheil; aber TodDer Retter nur von Müh und NochWird Erde, sanft zur Erde.