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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
182
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1L2 Herders Gedieh tc.

Was nützen uns Geschäfte,

An die wir unsre KräfteVerschwenden ohne Pflicht?

In uns, in uns zu wohnen,

Uns durch uns selbst zu lohnen:

Die Demuth gieb uns, Hochmuch nicht'

In Wolken schwinden Dünste,

Nach Wolken zielen Künste,

Die sich des Leeren freu'n-,

Zn wem sich Menschheit reget,

In wem sich Krott beweget,

Der fühl' das Glück, Er selbst zu seyn-

Gebrauch leiblicher Gaben-

Wie klein! wie klein ist doch dein Herz,O Mensch! bedenk, du tragest Schmerz,Warum? um zeitlich Gut!

Die wahre, wahre Seligkeit,

Die regt dich nicht in Lieb' und Leid'

Was Hilst dir Reichthum, Lust und Ehr?Sie sind nur Unruh und Beschwer,

Ist nicht dein Herz in Ruh-Ertrink' in Buchen Milch und Wein,

Die Quaal wird immer Quaal dir seyn!