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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
181
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Zweiter Thcil.

Zufriedenheit,

Das süßeste GenießenIst, nichts von Stolze wissen,

Sich seiner Demuth freu'n.

Wer seiner Pflicht sich freuet,

Und jede Hoffarth scheuet,

Der fühlt das Glück, Er selbst zu setM.

Was nützen uns die Gaben,

Die wir, nicht andre haben,

Wenn wir nicht brauchen sie!

Was stören uns die Gaben,

Die andre für uns haben!

Wer sich hat, der entbehrt sie nie.

Mit dir hast du verlorenDich selbst, dich selbst, den Thoren,Der alles übernahm.

Was hast du, als dein Leben,

Und ward es dir gegeben,

Daß du's verschwendetest im Gram?

Herr, laß uns unser FehlenUnd unsre Tage zahlen;

Nicht Eitelkeit uns sreu'n.

Laß uns selbststchend werden,

Und vor dir hier auf Erden,

Wie dort im Himmel Kinder seyn!