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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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180
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Herders Gedichte.

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Und doch ist MenschenseligkeitNur Eine, daß ich wollteErfüllen, was die Pflicht gebeutUnd treu ich leisten sollte.

Was niemand, als ich, konnte thun,

Zu thun, heißt in der Pflicht beruh'».

Erbarmen Herr und Liebe hebtUns über alles Streben;

In guter Menschen Herzen lebtSich wohl das schönste Leben;

Kür andre wirken, ist uns RuhmUnd Trost und Evangelium.

Und ach wie viel verstrichen schon

Mir Tag' und Jahr' und KrastelUnd ist verhallt des Lebens Ton,Vertrocknet seine Safte,

Wer täglich seinen Tag verlor,

Ist bis zum letzten Tag ein Thor.

Herr, hilf mir, baß ich werde bald-Was je ich werden sollte,

Und eh' die letzte Stunde schallt,

Daß ich es ernstlich wollte!

Im Tod' und Leben ist uns wohl,

Wenn man das ist, was man seyn soll»