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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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107
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Zweiter Th eil.

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Meiner süssesten, erhabnen Wollust,

Meiner besten Ruhe stille Zeugen.

JünglinLe des Himmels, süße KinderDer verklärtet, Nacht, Du hold GeschwisterMeiner Andacht, meiner Ruh und Hoffnung:

Ach wie glanzet ihr so lange, langeSchon in euren schonen Feierkleidein,

Eh' ich war und eh' die Erde da war,

Und wenn ich nicht mehr, wenn lange, langeSie nicht mehr ist: wenn der dumpfe, ferneErdenton, das Seufzen seiner PoleEuer Lichtconcert nicht mehr wird stören,

Nicht in eure Hymnen mehr wird jammern.

Word' ich denn, Holdsel'ge, mit euch ziehen?Blüht in euren amarantnen LaubenAuch für mich ein Kranz der Lieb' und Unschuld?Daß ich stimmend ein in euren reinenJubel, auch vertraulich niederwinke,

Einem Irrenden ein Strahl der Leitung,

Einem Traurcnden ein Stern der Hoffnung.

Bitten.*)

Allmacht'ge Güte, Vater aller Wesen,Du Herz, das sich in jedem Herzen reget,

*) Vermuthlich in Rom 1787 verfaßt.