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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
106
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Andrer Welt. Ein süßes Licht umstrahlt mich,

Das mein wachend Auge nie gesehen.

Welch ein Mond! o welche schöne Sterne:

Schweb' ich? schwimm' ich ? steig' ich? sink' ich

nieder

Bor dem Thron des Unerschaffnen? Engel,

Genien sind um mich, die GespielenMeines Lebens und auch Du mein Bruder,

Du mein Schutzgcist, den ich nimmer kannteReichst Du mir die Hand ? bist hold und freund-lich ?

Ziehst mich mit in diese Lobgesange,

Ach! in die mein Geist verhallte.

Schlummrc wohl indeß, Du trage BürdeMeines Erdengangcs. Ihren MantelDeckt aus Dich die Nacht und ihre LampenBrennen über Dir im heil'gen Zelte.

Gottes Wächter steigen auf und niederBon den Sternen und des Himmels PforteSteht Dir offen in verborgnen Traumen.

Aller Engel, aller Sel'gen SeelenGöttliches Conccrt; Sie blicken alle,

Monde, Sonnen auf, zu welcher Sonne?

Welchem Mittelpunkt in allen Kreisen!

Welchem Allumfassec, Allecsüller

Mir auf meinem Wandelstern unsichtbar,

Nicht unsichtbar einst dem Sonnenbürgcr!

Sieh! und alle blicken so vertraulichAuf mich nieder! Seht ihr mich ihr Sterne,Mich des Staubes Staub, der ich euch denke,Meine Freund' euch nenne, die Gespielen