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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
105
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Nächtlich still, ein Meer voll lichter Sccnen,Wie das Weltmeer, voll von Feuerfunken.

Hohe Nacht, ich knie vor deinem Altar!Alle Funken des allwciten AethersSind das Stirnband deiner heiligen Schlafe,Noll von Gottesschrift. Wer kann sie lesen,Diese Flammenschrist des UnerschassnenAuf der Stirn der Nacht? Sie spricht: JehovahIst nur Einer und sein Nam' unendlichUnd sein Kind die Nacht. Ihr hoher NameHeißt Gehcimniß: ihren heil'gcn SchleierDeckte niemand auf. Sie hat geborenWelten, Raume, Zeiten. Ihren KindernStehn ewig vor Gesetz und Ordnung,

Lieb' und strenges Schicksal, alle leitend,

Alle leitend zum lebend'gen Water.

Laß den Schleier sinken, heil'ge Mutter,Schlage zu dein Buch voll Gottesschriften;

Denn ich kann nicht weiter, kann nicht höherKlimmen in Gedanken. Neige lieberHer das Füllhorn deiner Ruh und träufle,Träufle sanft mir zu, o Du des SchlafesUnd der Traume Mutter, träufle sanft mirZu Vergessenheit von meinen Sorgen.

Fühl' ich nicht, wie ihre SchlummcrbindeMich umhüllet, wie mit MutterhantcnSic mein fallend Augenlied mir zuschließt?Welche Geister, die schon vor mir gauckcln!Angesichte, treffliche Gestalten