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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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Herders Gedichte.

Der Herrlichkeit ein Erbe und des Staubes!

Ein schwaches Kind Unsterblich und ohn'

Hülfe!

Unendlich und Insekt! Ein Wurm! eia

Gott!

.Ich zittre vor mir selbst bin in mich selbstVerloren! Seiner Heimath fremde,

Steigt auf und nieder der Gedanke, wundernd,Erstaunt ob dem, was Sein ist! O wie taumeltHier die Vernunft! Welch Wunder ist der MenschDem Menschen! Traurig im Triumphe! FreudigUnd bangend! jetzt entzücket, jetzt entsetzt!

Mein Leben, was kann's retten? was zerstören?Kein Engelsarm halt mich vom Grab ab EngelZu Legionen halten mich nicht drinn!

Mehr als VsrmuthuNg ist dies; alle DingeStehn zum Beweis auf. Als des Schlafes Herr-schaft

Auf meine Glieder sanft verbreitet lag,

Da, obgleich meine Seel' im ZaubcrtanzAuf FecNfeldcrn schwebte, traureteDurch dunkle, pfadelose Haine hin

Wie oder abgestürzt den schroffen FelsDurch grünbewachs'ne Pfuhle mühsam schwamm,Die Klipp' anklimmend, oder tanzeteAuf hohlen Winden mit phantastischenGestalten einer wilde» Brut des Hirns!

Db irrend gleich, doch nimmer rastend, sprichtIhr Flug im Traume, daß sie edler scyVon Wesen als der festgetret'ne Klos,

Acthcrisch, wirkend, schwungvoll, unbeschränkt,Nicht angekettet an des Körpers Fall.