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Herders Gedichte.
Mir ein Gebäude der UnsterblichkeitMit Erden, Welten, Sonnen aufgeführtZn aller Himmel Wüsten, Und mein GeistStieg fröhlich dann non Welt zu Welten fortUnd sang den Schöpfer stets in neuem TonDes Lobes, bis er Welten übersprangUnd in dem Mdcr der AtlvollkommenheitGebadet, selbst der Erden Führer ward! —
Wohin verschlägst du mein Gesang im StromDer Hoffnungen und alles SpharenklangsUnd aller Himmelsstuthen? Komm hinabAon jenem Milch - und Stradlcnufer, kommHinab zu deiner Erde! Konnte GottSie anders bilden, als ihr Stand und Ort,
Ihr Lein, und ihres Lobgesangcs TonIm hohen Sphärenliede federte?
Und nach der Erde wardst du, armer Mensch,Von Staube, Staub, zu dieser dicken Luft,
Zu dieser Sonnenferne, diesem DrehnUnd Wanken deiner Erd' auch du ersehn,Gemacht so bildsam, daß dein feiner StaubIn Nord und Süd und Ost und Westen, dortIn Eisgcbirgen, hier im Glutstrem lebt,
Im Meer hier, dort in dürrer Wüstenei,
Und überall der Erden Herrscher wirdZn seines Ortes Seele. Welch ein Thier,
Welch anderes Geschöpf bekam wie duDie Bildsamkeit, zur Bildsamkeit Verstand,
Nom Baum des Schnec's und der SvnnenglutDie vielgefarbte, mannigfalte FruchtGlückseligkeit zu br-chen, und das GutDer Fremde, als ob's nirgend wirklich sey,