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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
81
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Zweiter Th eil.

Sr

Dahingeschleudcrt in des Erdballs -Nacht,

In Wüsteneien, Abgründ' unter EisUnd kalte Felsen, in den dürren SandUnd wo die heiße Sonn' ihr Hirn verbrenntUnd ihnen Saft und Muth aus allen RöhrenHinwegkocht; sind verschlagen auf der SeeBergspitzen, in der Wälder Labyrinth,

Zu Leviathans Zahnen, Tiger - Klau'n,

Des Löwen Rachen; ach, und schrecklicher,Furchtbarer noch, in Menschcntigers Klaue,

In Menschcnlöwen Rachen, untern FußDes Wüthcrichs, des Kriegers, in das NetzDes Menschenfängers, der nicht Leiber nur,

Der Seelen tausendfältig-künstlich fängtUnd sie zu seinem Leckermale würgt,

Und Gott verhöhnet. Meiner Brüder Schaar,

Sie gehn, wie Fisch im Meer und wie Gewürm,Das keinen Herren hat, des Adlers Raub,

Des Geyers Speise. Und blickt irgendwoEin Netter, ein wohlthätig Licht empor,

Ein Stern in dunkler Nacht; so wappnet sichRingsum die dunkle, scheußlich kalte NachtIhn wegzutilgen mit des Regens Guß,

Mit Donnerwolken rings ihn zu verbaun,

Daß auch sein holder Strahl dem Wandrer nurEin Blitzstrahl werde. Sog nicht TyranncyAus jeder Rettung neue Kräfte? schlangUnd schmiedete sic immer fester nichtDas kaum zerschlagne Band? »nb thronte nunAuf Menschenschädeln nicht allein, sie throntAuf Menschenseclen: Trägheit ihre Burg,Verzweiflung ihre Veste! Waget's noch

Herders Werke. Lir. u. Kunst. XVl, - § SeärVAle. II,