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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
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Herders Gedichte.

Ich schweig' und staune nur, blick auf und nenneOie Sonnen jener Nacht,

Die Welten! — und blicke tiefer noch und kenneDen Abgrund seiner Macht,

Die Seelen! mehr als Welten! der in's LebenSie rief, der Gottheit Schein,

Unnennbar, unersetzbar fortzuweben,

Licht in die Nacht zu streun;

Ihm sangen schon die Himmel hohe FülleDes Einklangs der Natur,

Und ungesättigt stand Er, sann' und stilleHaucht' er — in Dich sich nur!

In dich, v Seele! Fcire, MenschenseelcDem tiefen Gotteswink,

Und wenn dein Wesen, wenn aus GrabeshöhleMit Schauer Dich umfing

Ein heil'ger Schatte: sähest Bild — wie ZügeVon Geistcsangeflcht —

Das ging vorüber und des Bildes Züge,

Sein Antlitz sahst du nicht —

Und eine Stimme sprach, und tiefes BebenErariff dich: wer bist du,

Den Brunn zu öffnen, wo mit ew'gem StrebenDie Gottheit quellet? du?

Erzittre dcm Gebot! des Ew'gcn SchleierUmwebt mit DunkelheitDer Schöpfung Allerhciligstes, wo FeuerDer Gottheit Flammen streut,