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Herders Gedichte.
Ich schweig' und staune nur, blick auf und nenneOie Sonnen jener Nacht,
Die Welten! — und blicke tiefer noch und kenneDen Abgrund seiner Macht,
Die Seelen! mehr als Welten! der in's LebenSie rief, der Gottheit Schein,
Unnennbar, unersetzbar fortzuweben,
Licht in die Nacht zu streun;
Ihm sangen schon die Himmel hohe FülleDes Einklangs der Natur,
Und ungesättigt stand Er, sann' und stilleHaucht' er — in Dich sich nur!
In dich, v Seele! Fcire, MenschenseelcDem tiefen Gotteswink,
Und wenn dein Wesen, wenn aus GrabeshöhleMit Schauer Dich umfing
Ein heil'ger Schatte: sähest Bild — wie ZügeVon Geistcsangeflcht —
Das ging vorüber und des Bildes Züge,
Sein Antlitz sahst du nicht —
Und eine Stimme sprach, und tiefes BebenErariff dich: wer bist du,
Den Brunn zu öffnen, wo mit ew'gem StrebenDie Gottheit quellet? du?
Erzittre dcm Gebot! des Ew'gcn SchleierUmwebt mit DunkelheitDer Schöpfung Allerhciligstes, wo FeuerDer Gottheit Flammen streut,