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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
61
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Zweiter T h e i l.

6r

Die Erde.

Frag mente.

I.

Ich grüße Dich, o Mutter Erde, Dich,

Du Viclgebährerin, in deren SchoosDer Vater aller Welt, welch SaanicnheerLebendiger verbarg, die alle DuZum Leben ausgebicrst, sie mütterlichErnährst und tragest und dann friedlich sieIn deinen Schoos begräbst. Wie nenn' ich dich,Du güt'gc Alte, du Langmüthige,

Die Bös und Gutes, Gift und ArzcneiMit gleicher Sorg' erzieht und gleiches MuthSHier Wohlgerüche für die SterblichenIn taufend Blumen aushaucht, und dort Tod.

Du Immer-Jungfrau, Du der Sonne Braut,Die ewig - uncrmüdet, rastlos sichKehrt um sich selbst, sich an des BräutigamsStrahlvollen Blicken zu erwärmen, undIn sich entschläft und wieder neu erwacht,

Und prangt in süßen Jugendkraumen. DuDemüthige, die unser Fuß zertrittUnd unser Blick verachtet, die sich selbstIn dunkles Grau, wie oder in das KleidDes kalten Winters hüllet, bis sie sichMit neuen Farben, ihren Kindern, schmückt,

Nicht sich, nur ihnen zur Erquickung undJur Wohlgestalt und Freude. Herrliche,