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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 16 (1821) Gedichte ; 2
Entstehung
Seite
43
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Zweiter Th eil.

Gestalt, wie der Juno, mit rosigem Knie-,

Die Lüfte, sie fühlen, sie tragen sie.

Im Schimmer des Mondes, im schweigendenTanz

Wie fliestet ihr Schleier, wie schwebet ihr Kranz!

Die liebenden Sterne, sie sanken hinab

Zum Schleier, zum Kranz, der sie liebend umgab.

Sie schwebte vorüber , da klang sie den Stahl,Da klangen und sangen im himmlischen SaalDie Sterne: da hat sich erröthend ihr BildWohin dort? in silberne Düfte gehüllt.

Warum?

Warum vcrzauntest du Natur mit AlpenhvhenDer Musen und der Künste Mutterland?Warum umschlössest du mit wichen Pyrenäen,Wo irgend sich ein holdes Tempc fand?

Du bargst das Gold in tiefe Grüfte;Selbst Hygiäa's Quell entspringtIm Thale rauher Klüfte,

Wo kaum ein Vogel singt.

Das that ich, spricht Natur, um vor BarbarenZu bergen jedes stille Musenland.

Urn vor entweihenden cs zu verwahren,

Macht ich die Straße wild und unbekannt.