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Ueber die Naturwissenschaften bei den Arabern
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So ruft die Sonne die gelbe Farbe des Goldes, des gelbenHyacinthes, des Krokus hervor, das bleiche Licht des Mondesdie weiße Farbe des Silbers, des Salzes, der Baumwolle, dasSchwarz gehört dem Saturn, das Roth dem Mars, das Blauder Venus, das Grün dem Jupiter, das Buntfarbige aber demMerkur zu.

War aber diese Ansicht der Araber richtig, daß die ver-schiedenen Substanzen nicht der Art nach verschieden sind, sonderndieselben Elemente nur in verschiedener Weise gemischt enthalten,so lag kein Grund vor, warum die Metallverwandlung nichtmöglich sein sollte, und darüber entspann sich der Streit zwischenDenen, die meinten, man könne Metalle ineinander verwandeln,und Solchen, die dieser Ansicht mit aller Energie entgegentraten.Der Letzteren gab es sehr viele, so vor allen den berühmtenArzt und Philosophen Avicenna. Es ist also nicht richtig, alleAraber als Alchemisten zu bezeichnen. Legen sich die modernenGelehrten die Frage von der Metallverwandlung vor, so geschiehtes in ganz ähnlicher Weise, wie es die Araber thaten, nur sinddie thatsächlichen Kenntnisse fortgeschritten und zwar nicht zumwenigsten auf den uns von ihnen überlieferten Grundlagen.Die positiven von den Arabern errungenen Kenntnisse in der 'Chemie sind um so höher zu schätzen, als vieles^ was uns indiesen Gebieten von den Griechen überliefert ist, in äußerst un-klaren mystischen Spekulationen besteht, die leider auch für eineRichtung der arabischen Litteratur verderblich wurden. Diestreng wissenschaftlich forschenden arabischen Chemiker habenunseren Schatz an künstlich darstellbaren Substanzen in hohemMaße bereichert, und, was in dem Jugendstudinm einer Wissenschaftnicht hoch genug zu schätzen ist, sie haben die ihnen von denGriechen mitgetheilten Arbeitsmethoden vervollkommnet und er-weitert. So strebten sie besonders die Methoden des Destillirens,Filtrirens, Sublimirens, Kalcinirens rc. und ihre Anwendbarkeit

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