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bei der er der einmaligen, zweimaligen re. Reflexion im Innernder Wassertropfen Rechnung trägt, und seine Resultate durchVersuche begründet. Ein neuer Beweis dafür, daß die Araberwirklich experimentirt haben.
Bahnbrechend waren die Araber in der Entwickelung derLehre vom Sehen. Aristoteles hatte die ganz richtige An-schauung aufgestellt, nach der das Licht in Strahlen bestehe,die, von dem leuchtenden Körper ausgehend, unser Auge treffenund uns dadurch den Gegenstand sichtbar machen. In ganzähnlicher Weise erklärt er das Sichtbarwerden von Körpern,die das Licht nur zurückwerfen, aber nicht selbst leuchten.Unter dem Einfluß der platonischen Schule entstand dann aberdie Ansicht, daß von den Augen aus Fühlfäden ausstrahlten,welche die einzelnen Gegenstände betasteten und uns dadurchKunde von ihnen bringen. Zum Unglück für die Entwickelungder Optik behielt die zweite Ansicht die Oberhand. Man stütztesich darauf, daß das Auge gewölbt sei und daher weniger zumAufuehmen als zum Aussenden geeignet, ferner auf den Glauben,daß gewisse Thiere und einzelne Menschen, wie der KaiserDomitianus, im Dunkeln sehen könnten und auf andere ähnlicheScheingründe mehr. Selbst die größten, mit dem Licht sichbeschäftigenden Gelehrten Griechenlands, des gräcisirten Aegyptens,wie der um die Mathematik hochverdiente Euklid, der ein neuesWeltsystem gründende Ptolemäus wurden durch die Fessel derfalschen Anschauung an einer freieren Entwickelung gehindert.
Erst die Araber, die an Aristoteles anknüpften, fanden dasRichtige. Es sind Aerzte wie Rhazes, die, auf der einen Seitemit dem anatomischen Bau des Auges vertraut — Augenleidensind ja im Orient nur zu häufig —, andererseits aber mathe-matisch und philosophisch geschult, den wahren Sachverhalterkannten. Sie fanden den Sitz der Wahrnehmung auf derRückwand des Augapfels, auf der Netzhaut. Diese ist ja auch
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