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frei schaffenden, halb geometrisch denkenden Künstlergeistes, undfreut sich, wenn es mehr und mehr erkennt, wie diese reizvolleZeichnung durch die allereinfachsten Mittel erreicht wird. DieErmüdung durch die unablässige Wiederholung desselben Motiveswird dadurch glücklich beseitigt, daß, sei es in das Linien-ornament hineinkomponirt, sei es, daß in die Lücken oder umdie Ränder desselben Inschriften eingefügt sind, Koransprüche,Dichterverse, oder der Wahlsprnch der Erbauer, in der Alhambra:„Es giebt keinen Sieger außer Gott".
Im Anschluß an die Verwendung der Linie zu rhythmischenWiederholungen im Ornament wäre auch noch der erfolgreichen,wissenschaftlichen Behandlung der Musik durch die Araber Er-wähnung zu thun.
Die Gesetze der Mechanik der festen und der flüssigen Körperhaben die Araber mannigfach behandelt und angewandt. Vonden einfachen Maschinen war es besonders der Hebel, mit demsie sich eingehend beschäftigten und dessen Eigenschaft sie bei derKonstruktion ihrer äußerst empfindlichen Wagen verwandten.Ebenso eingehend erörterten sie die Lehre vom Schwerpunkt,sowie diejenige vom Schwimmen, letztere natürlich anknüpfendan das ihnen wohlbekannte archimedische Prinzip. So gelanges ihnen, eine Reihe von Methoden zur Bestimmung derspecifischen Gewichte zu ersinnen, resp. die alten zu verbessern.Sie zogen dabei nicht nur feste Körper in den Bereich ihrerUntersuchungen, sondern auch Flüssigkeiten, konstatirten dasLeichterwerden der letzteren mit erhöhter Temperatur u. s. f.Das specifische Gewicht der festen Körper diente ihnen fernerzur Erkennung der Echtheit von edlen Metallen und Edelsteinen.
Sowohl bei diesen wissenschaftlichen Forschungen als auch beideren praktischer Anwendung zur Konstruktion von Maschinengingen die Araber von den Kenntnissen und Erfahrungen derGriechen aus, bei letzteren besonders von denen des Hero, dessen Haupt-es,