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Ueber die Naturwissenschaften bei den Arabern
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astronomischen Wissenschaft erwiesen sich die Araber alswürdige Nachfolger der alten Bewohner Mesopotamiens,sondern ebenso wie diese pflegten sie die Astrologie und suchtenaus der Stellung der Gestirne die Schicksale der Menschen zucnträthseln. Ganze Berge von Werken sind uns erhalten, diedieser Geistesverirrung systematisch sich widmen. Gerade wie ^bei uns waren es vielfach Fürsten, die aus den Sternenihr Schicksal erfahren wollten und dazu der Wissenschaft einAsil boten. !

Wie gegen die Alchemie, so haben sich auch gegen dieAstrologie hervorragende arabische Gelehrten gewendet, unteranderen Avicenna, der in einer SchriftWiderlegung derAstrologie" zeigt, daß sie sich auf aprioristische Hypothesen, die ^unerwiesen und unerweisbar sind, stütze. Mit Recht macht , aberDe Goeje darauf aufmerksam, daß wenn man einmal diese ^

Hypothesen zugiebt, dann die Astrologie wirklich eine Wissenschaftist, da sie von ihnen aus mittelst unwiderleglicher Beobachtungenund genauer Rechnungen fortschreitet. Eine Nachrechnung vonTabellen des Al Kindi über die Konjunktionen bestätigt dievon diesem gefundenen Zahlenwerthe, die aber natürlich Nichtsmit dem Schicksal der Menschen zu thun haben.

In der Mathematik sind die Verdienste der Araber aus-nehmend groß. Von ihnen haben wir unsere Zahlzeichenerhalten. In der arabischen Welt waren zwei Zahlensysteme

nebeneinander üblich, das orientalische, von den Kalifen ansIndien eingeführte, und das occidentalische, die Ghobür-Schrift,ans welcher unsere Ziffern stammen. Die letztere Schrift habenvielleicht schon die Neupythagoreer gekannt, die sie aber auchans Indien empfangen haben können. Die Inder kannten übrigensschon die Verwendung der Stellung einer Zahl zur Bezeichnungihres Werthes. Die Araber haben das Verdienst, die bessereMethode eingeführt zu haben. Der Hauptwerth des Systems

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