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Ueber die Naturwissenschaften bei den Arabern
Entstehung
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Wenn die Geschichte auch die Handlungsweise einzelnerZeloten und Fanatiker, durch welche die Schätze des Alterthnmsvernichtet, hervorragende Gelehrte nicht nur in ihrer Thäügkeitverhindert, sondern sogar dahin gemordet wurden, verurtheilenmuß, so ist doch die ganze Bewegung an sich vollkommen ver-ständlich. Alles, was heidnisch war oder auch nur mit demHeidenthnin zusammenzuhängen schien, mußte vernichtet werden.Solchem exklusiven Verhalten begegnen wir in der Entwickelungdes Menschengeschlechts fast stets, wenn dasselbe von neuenIdeen bewegt wird, es zeigt sich gerade ebenso in der Ent-wickelnngsgeschichte einer jeden Wissenschaft. Je weniger dieStreitpunkte durch die Beobachtung kontrollirbar sind, je mehrdie Meinungen von subjektiven Auslegungen abhängen, je mehrunsere ethischen Auffassungen mit in Frage kommen, um so er-bitterter werden die Kämpfe. Der Natur stehen wir weitgleichgültiger gegenüber. Entsprechend der eben geschildertenRichtung finden wir in der christlichen Welt nach dem drittenJahrhundert kein Interesse für naturwissenschaftliche Fragen.In technischer Hinsicht aber gingen die Erfindungen eines Hero,eines Archimedes nicht verloren; zwangen doch die großen Bautender Hauptstadt am Bosporus zu einer eingehenden Beschäftigungmit der Bewegung großer Massen, mußten doch die Byzantiner,um den andrängenden Persern unter den Sassaniden zu wider-stehen, auf möglichste Vervollkommnung ihrer Kriegsmaschinensinnen. In dieser Zeit wird wohl das griechische Feuer, eineArt Pulver, erfunden worden sein.

Indessen ist unser Wissen über die technischen Bestrebungendieser Zeit und darüber, was ans früheren Epochen an Kennt-nissen erhalten blieb, noch recht gering. Vieles dürfte wohl ausarabischen Quellen zu ergründen sein.

Doch sollte, was in Byzanz von wissenschaftlicher Forschunggeblieben war, nur indirekt für die Weiterentwickelung von

(S)