ein Bote der Götter.
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zu veredeln! Wenn Horqz Lebensweisheit singt, sosingt Er Ehre und Pflicht, Lob und Ruhm, schwe-re und eben dadurch seltene, hohe, ewige Tugend,der er als letztes Ziel allenthalben nur Mäßigung,Maaß der Begierden und Kräfte, ja der Glückselig-keit selbst Vorhalt.
Priester der Adrastea! lehrender Bote der Göt-ter, Pindar, wie erquicken deine Gesänge! wie er-muntern und erheben sie den Jüngling! Entrissenfühlt er sich in Dir, seiner namenlosen, trägen Zeit,seinem göttcr - und heldenlecren Stamm entrissen,unter Jünglinge versetzt, die ein Vaterland, dieGefühl der Ehre hatten, die auf der Bahn einesgroßen, ja göttlichen Ruhms nach dem Muster gro-ßer Vorbilder oder Vorfahren, Körper und Geistlonmäßig zusammenübten. In Dir siehet er ihreschönen Glieder, hört ihre hohen Gesinnungen vondir, edler Herold, die du ihm, bald als einen gül-denen Becher voll stärkenden Weins, bald als eineheilsame, obgleich bittere Arzcney darreichest. DemMüden wird deine Lehre ein erquickendes Bad, daer in deinen Geschichten zwischen Bildsäulen undBildern wie in einem Königspallast wohnet. Undam Ende der Laufbahn stehen immer Herkules Säu-len mit der Aufschrift: „bis hieher! strebe nichtweiter!" Ungemein fern sind die von Pindars wah-rem Geiste und seiner liefern Einsicht, die ihn, nach-ahmend oder erklärend, für einen unbesonnenenStürmer, für einen trunkenen tollen Schwärmerhalten. Sein Gang ist so fest Und kühn, der Planseiner Oden ist, Gebäuden gleich, so tief und großangelegt, seine Bilder sind so erlesen, die Pfeileseines Gesanges treffen so kühn, daß, wie schon