VII. Homer
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danken bilden und binden sich Gleichnisse anders,als zwischen Begebenheiten und Leidenschaften. Auchist überhaupt das Epos nicht da, gelesen, sonderngehört zu werden: dann tbut cs seine Wirkung.Falsche Tlieile des Epos halten diese Probe nicht aus;es lebt immer noch in den Zeiten, da inan Bege-benheiten, Bilder, Sachen, die Schrcibckunst abernoch nicht kannte.
3. Ein Wunderbares bat das alte Epos,dessen Ursache und Beschaffenheit man bisweilen anunrcchc.m Ort ausgesucht hat; im Begriff des Eposals einer erböheten Volkssage wird cs durchsich selbst klar. In jedem Ebcntcucr nämlich sindHindernisse zu überwinden; den epischen Hel-den erwarten allemal Gefahren, Kampfe. Ueber-winden muß er, oder es giebt keinen Knoten, keineAuflösung desselben, kein Epos; daher Aristotelesdie Epopee, (mit Ausnahmen, die ihr gebühren,)im Ganzen unter die Regel der Tragödie bringt undsich dadurch den Weg der Untersuchung sehr verkürzthat. Von wem nun hangt der Sieg ab? wer reichtdie Krone dem Ueberwindcr? Die Neuern sagen:„er reicht sie sich selbst. Seiner Starke oder Klug-heit, seinem Charakter und Benehmen gebührt derKampsprcis." Nicht so das alte Epos. Es wußtezu gut, wie viel in den wichtigsten, größestcn, schwer-sten Dingen es auf das Kleinste, auf Zufälleankommt, die nicht in unserer Macht sind, M un-sere Klugheit nicht ordnet. Dies so oft dem HeldenUeberlegcne, alle seine Kraft und Klugheit Ucberwie-gcndc, oder gar Feindliche druckte das alte Eposaus. Dem Helden stand eine Macht entgegen, ein