und das Epos. 3^ 3
Epos der alten Zeit. Hätten wir Melampusu. w. Gesänge vor Homer, wir fänden in ihnen(Verschiedenheiten der Zeit und der Charaktere abge-rechnet) im Ganzen dieselbe Form und Gestalt, wiewir sie auch später hinab in Hesiodus und Al-lem, was sich der alten Sage nähert, finden. Ho-merische Form ist im Epos, was in der Kunstder a lt e he il ig e S ty l heißt; bei großen Ver-schiedenheiten der Kunstwerke selbst nach Meistern undZeiten ist er allenthalben derselbe. Als das alte hei-lige Maas des Epos, der Hexameter, (den Aristo-teles auch noch also und vom Epos unab.trcnnlichbetrachtet) durch den Pentameter zuerst, sodann durchandere Sylbcnmaaße, endlich durch prosaische Eom-positionen in ein engeres Gebiet, oder vielmehr in dieUrwelt, in die er gehörte, zurückgcdrängct war, fander sich hie und da, zwar künstlich, nie aber mehr inseiner ehemaligen Majestät und Stärke wieder. Vorund in Homer war er das natürliche Sylben-maas; die griechische Welt hatte durch ihn nurEine Form und G esa n g s wei s§.
III. Vom Kunstbau des EpoS.
Ist Epos das p oet isc he Wort der Tra-dition nach Völkern und Zeiten; so macht sich auchsein Gewebe oder scin-e Verflech-
tung gleichsam von selbst. Gesang und Erzählung