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VII. Homer
das Kräutchen Mo ly diesen Unterschied durch Pra-dicamente, Symbole, Gestalten und Farben verfol-gen wollte, würde uns zwei griechische Welten, ei-n. Dst- und Westwelt offnen, und jeder Samm-lung von Gesängen ihr Vaterland leicht finden.
„Alles ist indes, wird man sagen, doch EineForm, die homerische, Eine Manier undSprache." Eben das ist's: denn homerischheißt, auch dem Namen nach, die zusammenge-flochtene, zu sa m men g efügte Kunstsormdes alten griechischen Epos. Bekanntlich erfand Ho-mer den Hexameter nicht; er war vor ihm ; und dazu diesen Zeiten die Prose noch gqr keine Form ge-wonnen hatte, so gab schon der Hexameter durchseine Gesang - Art der Sprache ein bestimmtesMaas, d. i. Umriß, Gestalt, Fülle, Wohlklang.In ihm war wiederkommende Melodie mit ungeheu-rer Abwechslung; alle Poesie und Prose waren da-mals in ihm vereinet. Jede Nation hatte zu ihrenVolksgesängen ein bestimmtes, Ein- und vieltönigesSylbenmaas, wie die Gesänge der nordischen Skal-den, die Jagd- und Kriegslicder der Germanen, dieassonircnden Romanzen der Spanier, die GesängeOssians cs erweisen. Dergleichen Gesangswcise warder Hexameter; von ihm war eine bestimmte,gemeinsame Form des Ausdrucks, desGanges der Gedanken, der Kompositionselbst unabtrennlich. Wenn man einige Gesän-ge Ossians gelesen hat, glaubt man, man habe siealle gelesen; so die nordischen Gesänge, die Kriegs-und Volkslieder, die Romanzen und Balladen. Des-halb ist ihr Ton nicht Eines Maxines; es ist das