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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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ließen*). Auch Aristoteles verknüpft das Helden-spiel und das Epos.

I.Von der Natur und dem Ursprün-ge des Epos.

1. Epos heißt Wort, Rede; Homer nenntdie Worte seiner Helden geflügelte Worte; istdas Epos in weiterem Verstände des Worts etwasanders als eine lebendige B olkssage? JedeNation, die sprechen kann, hat dergleichen: denndurch Rede, durch Erzählung ward jeder Ein-zelne in ihr gebildet. Das Ganze hielt sich an Ge-genstände und Erzählungen, die der Nation merk-würdig, interessant, ruhmreich waren, an Begeben-heiten, Schicksale, Ebentheuec ihrer Helden. Dennordischen Nationen fehlt es daran so wenig als densüdlichen, wie ihre Schlacht- und Kriegslieder, über-haupt aber die Volksgesänge aller Menschen - Natio-nen bezeugen. Seiner Wurzel nach steht also dasgriechische Epos unter demselben Gesetz, unter demalle LTv»;, als Volksgesange, stehen; es ist natio-nal, ein Kind der Umstände, des Localsund der Zeiten; eine Volkssage.

2 . Wie bei allen Volkstraditionen der Ursprungäußerst ungewiß ist, so gewiß bei diesen lebendr-

Adrastea St, g., S, 36r,