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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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VII. H o m c r

gen, geflügelten Worten. Man fragt nicht,wer der Urheber der Sage scy? sondern wenn sieruhmreich gefallt, wenn sie die Ehre der Nationoder einzelner Geschlechter und Stamme sichert, hö-ret man sie gläubig, und pflanzt sie weiter. Werhat König Artus oder Arthurs Geschichte er-funden? Gottfried von Monmouth oderCaradoc gewiß nicht. So viel Localbcncnnungcnvon Arturs Sitz, Arturs Hügel, ArtursTafe'l u. f. in Süd-England, so viele Erzählun-gen dabei vom Knaben und dem Horn, demMantel, den Rittern, der Königin u. f.waren im Munde des Volks, daß solche ein einzel-ner Ehronikschreiber unmöglich veranlassen konnte.Vielmehr nahm E r seine Erzählung aus jenen Volks-sagcn, die, wie erweislich ist*), meistens aufLocalitätcn, jedoch mit verändertem Geschmackim Fortgange der Zeiten, gegründet waren. Denndie Volkssage, ein Kind der Phantasie und altenGeschichte, ist eine lebendige Fama z sie

läuft und wächst und gestaltet sich mit dem Fortgän-ge der Zeiten.

3. Bemerken wir die sogenannte vorho me ri-sche Sage der Griechen, so bleibt cs Nicht zweifel-haft , woher sie ihre Nahrung, oder wohin sieihren Lieblingsweg genommen habe. An die Küsten,woher ihnen an Erfindungen so vieles gekommen war,woher ihnen alle Wohlhabenheit, aller Reichthumkommen mußte, nach Asi en. Dahin giengen ihre

A r g o-

*) An einem andern Ort soll dieser Ursprung gezeigtwerden.