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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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VII. Homer

fassungen, überhaupt aber die Lebhaftigkeit dieser Na-tion bekannt ist, kann an eine tormulu uonuorelisshiebei ohne abergläubigen Petantismus kaum denken.Es war also nur ein höchst vorsichtiger, schwacherWortritt von Jens und andern Kritikern, wenn sicgegen dies und jeneS Buch, gegen diese und jeneStelle, ob sie homerisch sey, Zweifel erhoben. HatteBent lei Veranlassung gehabt, sich über Homerzu machen, wie er sich über Phalaris, Aesop,Horaz machte und über da reue Testament ma-chen wollte; einem halben Jahrhundert wäre er vor-an getreten. Er hatte Einschiebsel, Zusatze, Lückenbemerkt, und die Lagen selbst ernst geschieden.

Wovon gieng die Kritik der hebräischen Schrif-ten des alten Testaments aus? Daß man ordneteund schied; anerkennend, wie verschieden Das vonJenem, untersuchend, woher Beides geflossen seynmöge? Nach Ort und Zeit also scheidend und lau-ternd. Wie? und wir dürften an Homer nicht diefreie Kritik üben, die Spinoza, Richard Si-mon, und nach ihnen so viele auf offen-betretenemWege an heilig - inspirirten Schriften frei und langstgeübt hatten? Lykurg, Hipparch, und Pisi-strats Ordner, oder die Scholiasten über Homer vor-züglich die Alexandriner, waren wohl auch wie jenesicbenzig Ucbersctzer gegen jeden Fehler geschützt undbegeistert? Wenn es also in dergleichen DingenAxiome giebt, so sind diese Satze gewiß Axiome:

i. Gesänge, die Jahrhunderte lang sich im Mun-de der Sänger erhalten, müssen Veränderungen undVerschiedenheiten leiden, um so mehr, je verschiedenerdie Länder, Umstande und Dialekte sind, in denen