und das Epos.
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Werk, mehr zulammengcrafft, als geschrieben war,so machte es wenig Aufsehen : denn im Grunde
sagte es nichts mehr, als was Küsters kriti-sche Geschichte Homers der Wclt durch un-verwerfliche Zeugnisse früher und bündiger gesagt hat-te, *) nämlich, ,,dafi das Zeitalter Homers und seinePerson selbst, wenigstens allen äußcrn Umständennach, sehr ungewiß sey, daß seine Gedichte zuerstund lange Zeit als einzelne Gesänge cxistirt, und'vonRhapsoden gesungen, angeblich dann von Lykurg ge-sammlet, von Pisistratus geordnet worden u. f." ,wie dann die Zeugnisse darüber auf der ersten Seitedes Elarkischen Homers auch dem Unverständig-sten vorgedruckt sind. Wer nun glauben kann, daßeinzelne, zerstreute Gesänge sich Jahrhunderte langim Mund? umberzicbender Rhapsoden bis auf Wortund Sylbe unverändert erhalten, daß sie sich also vonJonien aus bis nach Sicilien bin in Alt - und Neu-,Groß- und Klein-Griechenland auf all. n griechischenInseln, im Dialekt jedes Völkchens erhalten konn-ten , der mag es glauben«
Und wer verbürgt uns denn, daß Lykurg swvollständig und genau gesammlet? daß Pysistra-tus oder Solon sie über jeden Zweifel hinaus inhöchster Vollkommenheit geleimt haben? Wem dieungeheure Verschiedenheit der griechischen Sagen undMythen, die Verschiedenheit der Erdstriche und Ver-
*) Historis crirics Homeri, ooUect.i ei nnc> ve-luil oonspecrii exliihits L Urrcknlk. Itusterc».krt. sä Vliickr. i6g6.