ein Günstling der Zeit. 32 Z
Mnemosyne und die Musen sind über ihm vomGipfel herab in höheren Gegenden des Felsen ; er sitzetda wie ein Gott: die Ilias und Odyssee knien anseinem Stuhl und stützen denselben. Ihn, der dar-auf sitzt, krönen die geflügelte Zeit und die bewohn-te E rd e Vor ihm stehet ein Altar, bei
dem der Mythus als Knabe dienet, auf dem dieGeschichte Weihrauch opfert; die Poesie, dasTrauer- und Lustspiel stimmen den Ovferge-sang an; die Natur als ein Kind, die männli-che Tugend, das aufbcwahrende Gedachtniß,
ich aus Winkelmanns Gesch. der Kunst(S. 33g. Dresdn. Ausg.) mit seinen eignen Wor-ten an: „Der Dichter sitzet auf einem Adler, vonwelchem er in die Luft getragen wird. Auf beidenSeiten sitzen zwo weibliche Figuren auf Zierra-then von Zweigen, beide mit einem kurzen Schwertan der Seite. Die zur Rechten har einen Helm;mit der rechten Hand fasset sie an ihr Schwert,und sitzt, mit gestütztem Haupt, kn tiefen Gedan-ken. Die andre hat einen spitzigen Hur, wie ierdem Ulysses gegeben ist, hat ebenfalls die EineHand am Schwert, und mit der andern Hand hältsie ein Ruder. Jene bedeutet die Ilias; diese dieOdyssee. Die Schwane unter den Zierrathen überder vergötterten Figur haben auch ihre Deutungauf den Dichter." Diese Apotheose, da sie auf ei-nem Silbergefäß ist, ist zierlich , jene, >m PallastColonna, gewiß nach einem ältern Kunstwerkegemacht, ist groß. (Ist in Kupfer gestochen underläutert, im tischbeinischen Homer nach Antikengezeichnet, i. Band, Kro. III.)