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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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VI. Homer,

ro.

Verdienst Lykurgus, Sol »ns undder Pisistratid en um Homer.

Ohne Zweifel ist man dem Lykurg und Sa-lon, den beiden größcsten Gesetzgebern Griechen-lands, vielen Dank schuldig, daß sie von ihrer Seitedazu beitrugen, uns den Homer zu erhalten; sierhaten es aber nicht für uns, es erforderte solchesihre eigne Gesinnung, und der Zweck ihrer Gesetz-gebung. Kein Fürst und Weiser Griechenlands woll-te muth willig ein Barbar seyn, noch wenigerglaubte er, barbarische Völker könnten besser, alsgebildete, regiert werden; auf dem Boden der Cul-tur sproßte der Ruhm der Griechen; sich von Bar-baren zu unterscheiden, war und blieb ihr wachsen-der Nachruhm.

Eben so gereicht es dem Pisistratus undHipparch zur Ehre, daß sie auf Tolons Wegefortgingcn und den Gesang Homers an den Pana-thenaen einführten ; nur lasse man auch diesergroßen Männer Lykurgus und Solons, Pi-sistratus und Hipparchus Verdienst bestehnin seinen Granzen.

Lykurg brachte Homers Gedichte aus Asienin seine Stadt; man weiß nicht, wie? ob in Schriftöder im Munde lebender Sänger? wenigstens hat dieHomerische Dichtkunst in Lacedämon nie geblühet.

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