ein Günstling der Zeit. 3rg
Welche Frage, ob Einer derselben von Homer sey?Vielleicht keiner: sie stammen aber alle von ihm her;denn alle .sind in seiner Denkart. Gebt uns staktdieser 32 oder 3g. Hymnen der Homeriden, die of-fenbar freie Eingänge zum Gesänge waren , noch ein-mal soviel aus dieser Schule: (die vrphischc Schulehat 86) so würden wir auch hier einen Hymnenkreisder Homeriden sehen , schöner und wirksamer als derCyklus orphischcr Hymnen.
Es war Natur der Sache, daß sich nicht alle,selbst Hauptwerke der Homerischen Schule in immer-frischer Blüthe des Andenkens erhalten konnten;vielleicht waren ihrer zu viele: oder die Ilias und-Odyssee verdrängten die andern. Diese gingen unter,wie ehmals die Gesänge der altern, roheren Dichterdurch sie untergegangen waren. Die Tafel des Ge-dächtnisses der Menschen ist eine enge Tafel; vor ihrsitzet die Zeit, unaufhörlich beschäftiget mit Hinzu-schrciben, Acndern und Wegthun. Nur das Wis-senswürdigste, das Vortrefflichste soll diese Tafel guf-bewahrcn; Dank ihr, daß von Homer sie uns dieIlias und Odyssee erhalten. Wir können zu-frieden seyn, daß wir neben ihnen aus dieser Schulenoch einige Hymnen, aus H e sio d us und OrpheusSchule kleine Reste, (aus der letzten vielleicht nurdas Echo des Echo) besitzen: wir können verglei-chen, und durch Vergleichung zu dem Urtheil kom-men, daß die Homerische Schule für alle -Zeiten denwahren, guten und sichern Geschmack gegründet.