3,8 VI. Homer,
ser seiner Schule dies Wissenswürdige an einandergereihet und forrgcbildet; jetzt kennen wir unter Ho-mers Namen, oder aus seiner Schule, nur wenige,aber sehr schätzbare Stücke und Fragmente, die unseben auch dahin weisen.
Unter Homers Namen haben wir z. B. einenFro sc h - M au sek r i cg. Von wem er auch sey,er erinnert uns sogleich nicht nur an so mancheSpiele und Scherze , die man dem
guten Altvater zuschrcibt: sondern auch an die ganzeManier, in der er Götter und Menschen betrachtet;sie ist leicht und fröhlich. Zur Jliade und Odysseewar also in der Homerischen Schule der Frosch-Mau sc krieg ein vortreffliches Drittes; eine Sehrart menschlicher Dinge, die nicht weniger als dieIlias und Odyssee im Geschmack Homers seyn konnte.Sie hatte mehrere Nachahmungen in der Homeri-schen Manier, den Krieg der Spinnen, derKraniche, die Cicaden, die Ziege; (die mandaher auch dem Homer zuschrieb): und es wird ihrhoffentlich nie an fröhlichen Nachahmern fehlen.Ueberhaupt ist in beiden Gedichten Homers eineSumme ruhiger Vernunft und des un-befangenen, fröhlichen S e l b s t g e n u s se'smerkbar, wie in keinem andern Dichter. Dieserfröhliche Selbstgenufi scheint das Erbcheil gewesen zuseyn, das der Vater der Homeriden seiner Familienachließ; daher aus Homers Gedichten und aus sei-ner Denkart, der gestinde Verstand undfröhliche Sinn der Griechen nicht nur ausge-hen , sondern auch fortwährend schöpfen konnte.
Auch die Hymnen Homers sind davon Zeugen.