ein Günstling der Zeit. 817
gehe zu diesem Zweck das Verzeichniß der griechischenSchiffe, Länder und Familien, die Felder auf demSchilde Achilles, die ganze Umfassung der Odysseedurch; mau verfolge beide Gedichte in ihren Gleich-nissen, Charakteren, Sitten, Situationen , Regie-rungsartcn in der Ost- und Westwelt; sodann geheman muthmaßend den Inhalt andrer Gesänge derberühmtesten cyklischen Dichter durch, die dem Ho-mer, was in ihm zu mangeln schien, jeder nachseinen Kräften beifügte: mich dünkt, so wird mandie Idee, daß die fortbildende Zeit cs bei einer Reiheverehrter Gesänge, die man für die vollkommenstenhielt, und die es auch waren, immer mehr auf eineArt Encyklopädie, d. i. auf einen Umriß des Wis-senswürdigen in der danlaligen Sphäre der Mensch-heit anlegen, und darin fortarbeiten mußte, der Na-tur der Sache gemäß finden. Gesänge (Epos^und zwar Gesang in dieser Form war damals daseinzige, und ein so angenehmes Mittel der Unter-weisung, in welches man daher alles brachte, wasman wußte oder was man wissenswerth fand. Hät-ten wir die sämmtlichen cykllschen Dichter der Grie-chen, von denen wir jetzt keinen haben, so könntenwir selbst die Arten desGeschmacks bestimmen,in denen man, in Homers Schule sowohl, als aus-
tur der Sache, das Werk der ewig-fortbildendenZeit. War Homer einmal der Held der Dichter,der beliebteste Sänger geworden, so ward an ihn,wie a» einen olympischen Jupiter oder an einePallas-Athene alles gewandt, was seine Werkevollkommener darstellen konnte.