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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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315
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ein Günstling der Zelk,.

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Vom Homerischen Gedankenkreise.

Daß es in der Schule der Homeriden auf einenEyklus, d. i. auf eine Art Encyklopadie des Wis-senswürdigen göttlicher und menschlicher Dinge imGesichtskreise damaliger Zeiten, angelegt gewesen,wird jedem eindrücklich werden, der sich vom Inhaltunsrer Ilias und Odyssee ein reines Bild macht,zugleich aber auch mit ihnen die andern dem Homerzugeschriebenen Werke in Betracht nimmt. Mar-gits s z. B. ist das Erste derselben: denn, wiespäterhin in Athen, hinter vier Trauerspielen heroi-schen Inhalts eine Komödie zum Schluß gegebenward: so sollte wahrscheinlich Margit es das auchim Hochfrchlichen und Komischen seyn, was dieIlias und Odyssee, jene im königlichen, dieseim bürgerlichen Geschmack waren; Margitesrundete gleichsam die eyklische Tafel. Das Schicksalhat uns um dieses äußerst wünschenswerthe Gedicht,dessen auch Aristoteles oft erwähnt, beneidet;die Ursache des Unterganges lasset sich aber bald ein-sehn. Das Komische menschlicher Sitten nämlichverändert sich schneller als sich die Gegenstände derOdyssee oder Ilias verändern; Götter - und He'ldeu-Eharaktere, Gegenden, Inseln, Wunder der Natur,Königreiche, Geschlechter, dauren, wenn das Lächer-liche eines Zeitgeschmacks mit der Zeit vorübergegan-gen ist, und künftige Geschlechter weniger reizet.