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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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VI. Homer,

unsrer Perspectiv wußten sie nichts. Man lese Ho-mers Beschreibung von Achilles Schilde. Pau-sa ni ns Erzählung vom Amyklatschen undOlympischen Thron, ja alle Stellen, wo er vonZ usam m c n o r dn ung eines Vielen zu Einemredet; man lese PH i lostr a ts Gemahlde, allent-halben wird man gerade eine so leise und lose Zu-sammenstellung, wie in der Iliade und Odyssee be-merken, ja oft sogar nach unsern Begriffen überMangel an Einheit klagen, da sich doch die Griechenunter Morgen - und Abendländern in dem, waswahre und schöne Einfalt ist, so einzig ausgezeichnethaben. Diese Einfalt aber war bei ihnen nicht tod-tcr Mechanismus, sondern Einheit und Einfaltder Gedanken; eine gehaltene, daurendeEmpfindung. In ihren epischen, lyrischen,dramatischen Gedichten blieben sie auf diesem Wege;selbst ihre Denksprüche, ihre Gespräche, ihre Epi-gramme lieben dies ruhige Aus - und Nebeneinander.Was die Homerische S c h u l e, hierin für ganzGriechenland auf alle künftige Zeiten für Gutes be-wirkt habe, wollen wir jetzt mit Wenigem andeutcn.

8 .

Werth und Wirkung der Homeri-schen Schule auf Griechenland.

Ich bemerkte von der griechischen Kunst, daß sieden Werth und die Wirkung dessen, wasSchule ist, zeige. Oft ist ein Denkmal des