VI. Homer,
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ihm gebührende Ehre, durch die Achilles Herz alleinberuhigt werden kann, schlafen. Es kann wohl seyn,daß diesem und jenem Rhapsoden diese und jeneRhapsodie gefehlt habe: denn nach Belieben der Zu-hörer sang er bald dieses, bald jenes; die Texturaller dieser Gesänge aber aus Einem Knote» in Ei-nem Geist und Ton bleibt unverkennbar.
So auch bei der Odyssee. Gefallt uns Jthaka,oder Mcnelaus, Alcinous Hof, die Behausung derEirce, der göttliche Sauhirt, Polyphcm, das Todten-rcich; alles ist aufgethan ; alles steht einzeln vor uns.In der Odyssee aber ists, wie in einer Kunstsamm-lung, schön geordnet.
Fragt man: warum ist dic Jliade so leicht undlose angekündigt, daß diese Ankündigung den Inhaltaller Gesänge kaum unter sich begreift? so dient zurAntwort: eben diese leichte Ankündigung war rha-
psodisch. *) Der Sänger nahete und reihetc anden Zorn Achills, was aus ihm hervorging, oderwas an ihn schicklich zu reihen jwar; der ZornAchills aber war und blieb der Nabel (rimkiliarw) d. i. der Bereinigungspunkt seiner Ge;sänge und Sagen. Die Odyssee scheinet genauer an-gekündigt; und doch sagt die Ankündigung bei wei-tem nicht alles, was in ihr vergeht. Selbst des
*) Außer dem was Koppen u. a. hierüber ge-schrieben, enthalt Ilgens clisgnisitio aorionisprinoipi« in Hialle üoincri, einen Borrathvon Gelehrsamkeit über diesen oft wiederholtenZweifel. , .