ein Günstling der Zeit.
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von Dadalus Gestatten zum olympischenJupiter gelangt mar! Einen gleichen Weg hatte derGesang früher zurückgelegt, seit er von der rohestenGötter - und Heldensage zu einem Epos in Ho-merischem Styl gelangte. Wer dies sehen will,vergleiche den Homer und Hesiodus, oder, derKürze wegen, nur das Schild Achilles beiHomer, und Herkules Schild in der Hesis-di sehen Sage; ein Unterschied, wie zwischen Phi-dias, und einem alten Kampanischxn Gebilde.
Das Wesen der Kunst nämlich gebet auf U m-riß, auf b e d e ute n d e n En dz w c ck, auf An-ne u t h , Fülle und Einb eit. Unvermerkt ar-beitet sie dahin, das Ueberflüssige wegzuschaffen, demNothwendigen aber Kraft zu geben, und es in höch-ster Einfalt darzustellen, göttlich, würdig, angenehm,zierlich. Wie sich aus der Kunst also jene zähne-bleckenden, häßlichen Todes - und Plagegestalten,sammt allen Ungeheuern menschlicher Leidenschaftennothwendig verlieren mußten, so mußten mit Hülfeder Zeit auch im Gesänge, der gleichsam im Wett-kampf mit der Kunst, und selbst eine hörbare Kunstwar, die Ungeheuer der Titanen, wilde Abentheuerin Heldenzügen und Ritterthaten abgethan oder sitt-licher geformt werden ; und hievon ward uns Homerein frühes Muster. Auch Er kennet jene roheMythologie älterer Zeiten; nur er gebraucht sieäußerst sparsam und zweckmäßig. Kaum vorüberge-hend legt er sie seinen Göttern oder Helden in denMund; ins wilde Getümmel der Schlacht, an dieGränzen der Erde hat er sie verleget, oder sie ist
Herders W. z.schön.kit.».Kunst. X. U Sr-ecL.L-t.