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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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ein Günstling der Zeit. 296

nicht, ob er gleich, wenn ich so sggcn darf, nochnäher an die Gcburtsstatte Homers hinandringt. Ichbegnügte mich also, die Quellen dieser Gedichte, wiedie Quellen des Nilstroms, da ich zu ihnen nichtkommen konnte, in heiliger Ferne zu verehren.

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Homer, als Sänger betrachtet.

bin andermal galt es die Gesangweise desDichters; bei Homer das Hauptwerk. Denn gele-sen zu werden, sind diese Gesänge ursprünglich nichtgedichtet; sie wurden gesungen; sie sollten ge-hört werden. *) Dahin strebt der ganze Vau des

*) Auf das Alter der Buchstabenschrift in Griechen-land dürfen wir uns hierbei nicht einmal einlaffen.Aus Phönicien kam sie, und wahrscheinlich wardin Jowen zuerst geschrieben; man bedenke aberwas dazu gehöre, daß Werke, wie die Ilias undOdyssee, mit Buchstaben, deren einige so spät insgriechische Alphabet gekommen, vollständig undgenau geschrieben werden. Die Kunst der Rhap-soden widerstand eher dem Bücherschreiben, alsdaß sie solches hätte fördern wollen: denn wie inKonstantinopel die Abschreiber des Korans, dieKalligraphen, der Einführung der Buchdruckereientgegen waren, weil ihr Gewerb dadurch unter-gieng: so gieng durch Einführung der Buchst«-