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VI. Homer,
auf dem Schilde Achills, bei den Spielen zu EhrenPatroklus, oder am Rande der Erde. Und zwarfand Jegliches einen w schönen Raum, daß ich dcyalten Sänger eben so woh: über das, was er imflüchtigsten Vorbeigehn, als was er am ausführlich-sten erzählt, beneiden mußte. Man versuche, es, undgehe in dieser Absicht die Zliade und Odyssee durch;man wird über den Neichthum, die Wohlordnung,das Verhaltniß dieser Anspielungen erstaunen.*)
Wie? fragt' ich, und diesen viclumfassenden,genau ordnenden Geist hatte Ein Sänger? Offen-bar ist er hierin einzig: denn Hesiod und alle übri?gen Reste aus diesen uralten Sängcrzeitcn sind ge-gen ihn robe Massen, oder ein zusammengewcheterVorrath. Und doch ist Homer der älteste Dichter,und diese ärmeren, unvollendeten Sänger haben nachihm gelebcs. Ich las Blackwells vortrefflicheUntersuchung,**) von dem man sagen kann,daß er über den Homer und sein Zeitalter zuerst imGroßen gedacht habe; er that mir in Vielem, abernicht in Allem Genüge. So auch späterhin Wood-s)
*) Reimann hat in dieser Absicht eine sogenann-te.Ilias nach.Homer zusammengetragen;es ließe sich hinter ihm eine neue Ilias zweck-mäßiger bezeichnen, wenn in,an zum Grunde setz-te , daß bei Zusammenordnung Aer homerischenGesänge diese Art griechischer Encyklopädie undWeltcharte mit eine Absicht gewesen,
**) Blackwells Untersuchung über das Leben unddie Schriften Homers, übersetzt von W o ß, Leipz,1776.
4 ) Wood über das Originalgenie des Homers, 1.773.