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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
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261
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Kleine griechische Gedichte. sör

Ein Rath.

Ich will dir sagen, mein liebster FreundIch weiß, du hörst es gern:

Den Traurigen muß man lieben und bei ihm seyn LDoch mit ihm sprechen nicht.

Der P r ü f e s t e i n.

Der lydische Stein erprobt das Gold;

Der Männer Weisheit und Tugend erprobtDie allbehcrrschende Wahrheit.'

Bacchylides.

Das Alter.

Ein unsterbliches Nebel bcschicd dem armen Tithonus

Jupiter; schrecklicher ist's als der gefürchtete Tod,

Greises-Alter. Sie sollt' uns langer wahren, die

schöne

Liebliche Jugend und flicht, wie ein wegeilender

Traum.

Und dann hanget uns bald das traurige häßliche

Alter

Ueber dem Haupt und gießt böse Verachtung auf

uns,

Selbst gehaßt und verachtet. Es macht unkenntlich

den Tapfern,

Löscht die Augen, es löscht Muth und Gedanken

ihm aus.