2.10
V. H y l e.
Der Weise seine Kunst: er zeichneteFiguren, Kreise, Zahlen auf den Tisch,
Hob seinen Finger nuf und sprach also:
„Bekommt dein Acker Regen wie er soll,
Und schießt auf ihm nicht wildes Unkraut auf,
Trifft deine junge Saat nicht böser FrostUnd Hagel; as't sie auch das Wild nicht abUnd bleibt sie sonst von Wetterschadcn frei;
So sag' ich dir, daß Saat und Ernte gutGerathen werde. Doch noch Eins, mein Freund,Noch Eins! — Nimm vor Heuschrecken dich in Acht/'
Die beiden Krebse.
„Gebe doch vor dich bin!" so sprach die Mutter
des Kniffes,
Warum schleichet dein Gang rückwärts in Krüm-men daher?"
„Gehe voran vor mir! ich will dir folgen, o Mut-ter ;
Kinder folgen der Bahn älterer Tritte so gern."
Und da gingen sie beide, wie ihre Vater gegangen,
Krebsestritte. — Kritik ändert noch nicht die
Natur.
Die beste Wahl.
Ein fremder Gastfreund trat zum PittakusAus Mitylene. „Schenke, lieber Greis,