über das griechische Epigramm.
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kunst erhalten: so müssen wir über einzelne Gedicht-arten Vorarbeiten und jede derselben bis auf ihrenUrsprung verfolgen.
Ucberdcm kann iclsts mir nicht cinbilden, daßdas Epigramm der griechischen Akt eine so gering-schätzige Sache sey, als wozu es einige seiner Ver-ächter gemacht haben. Ich will den llnrath nichtGold mnmn, der zumal in des Kephalas Antholo-gie zusammcngchäust ist und werde darüber noch ei-nige Worte sagen; das achte und schone Gold aber,das aus den altern Zeiten mitten in diesem Vorrathhervorblickt, ist unverkennbar. Die edelsten Dichterund Weisen, Simonides, Plato, Aristote-les, Thcokrit u. a. stehen als Epigrammatistenda; und nach Wiederauflebung der Wissenschaftenist beinahe keiner DichtungSart fleißiger nachgecifertworden, als der Anthologie der Griechen. Die grö-ßesien Namen, die dem menschlichen Geist ewig zumRuhm gereichen werden und eine Reihe anderer Män-ner, denen cs gewiß an Geschmack nicht fehlte, wa-ren Uebersetzcr oder Nachahmer der Anthologie*), sodaß ein fleißiger Deutscher**), der eine Sammlungdieser Uebersetzungen anfing, schon in der Mittedes vorigen Jahrhunderts aus 33i Uebersctzern sam-meln konnte. Ich schäme mich also nicht, einer Rei-he von Männern nachzutrcten , unter denen Eras-mus, G r o t i u s, T h o m a s M o r u s, M e l a n c h-thon, Slei dein, Scaligcr, Bucha nein,
S. k'gUr. bibliotli. grsec. I,. III, p. 701. 702.
*') Rivinus iBachniarin) LnrileZ. Arsevolat.
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