über das griechische Epigramm. 233
benheiten, die hier auseinander fallend erzählt wird,auf Einen Gesichtspunkt gerichtet und aus solchemdaö ganze kindische Bild behandelt würde? — WerMeleagers Epigramme gelesen har, wird sichmehr als Einen cpigrammischen Ausgang denken.
So bei Idyllen, die beinahe Epigramme schei-nen, auch bei mehreren anakreontischcn Liedern. Zueinigen derselben liefert die Anthologie selbst Gegen-stücke von mancherlei Art, und jeder gute ^ Auslegerhat die Parallele bemerket. *) Da ich diese Abhand-lung insonderheit für Jünglinge schreibe, so füge ichihr eins Sammlung kleiner griechischer Gedichte bei,und überlasse jedem, sich selbst den Unterschied jederkleinen Gcdichtart zu entwickeln.
ü. Schluß der Abhandlung.
Aber warum, wird man sagen, warum so vielüber die Bestimmung des kleinsten der GedichtetIst an der Theorie des Epigramms oder gar an derganzen .Dichtungsart so viel gelegen? „Wer ist so
*) Longepierre z. B. in seinen Noten zum Ana-krcon und der Sappho, Paris 1692. Schnei-der in seinen Anmerkungen über den Anakreon,Leipz. 1770 ein Gelehrter, der sich auf mehr alsEine Weise M die griechische Literatur verdientgemacht har.