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IV. Anmerkungen
Sind diese Verse ein Epigramm? Und doch sind sie Ex-position eines gegenwärtigen Objekts, Beschreibungeines Kunstgemabldes, in Versen; was fehlt ihnenalso? Die Richtung auf einen epigrammatischenPunkt der Lehre oder der Empfindung fehlt ihnenvon Anfänge bis zu Ende; die Verse sind nichts alseine historische Epigraphe. Nun aber setze man ei-nen Endpunkt fest; wie dieser auch angelegt werde,sogleich rücken sich alle Züge anders:
Sieh den schwimmenden Stier, n Knabe. Mit glänzen-den Augen
Blickt er umher und küßt seiner Gebieterin Fuß,Eilt durch's wogige Meer, das mit den Hufen er thci-
let,
.Trägt voll sehnender Glut hin zum Gestade den Raub.Sieh, es ist Jupiter selbst! Die Liebe —
Pache man jetzt den Ausgang, wie man wolle: jeunerwarteter und angenehmer, desto besser; die Auf-schrift ist Epigramm worden.
Ein Lied der Anthologie heißt:
Ich flocht ein RosenkränzchenUnd fand im Röschen Amor.
Schnell faßt' ich seine FlügelUnd warf ihn in den BecherUnd trank im Wein-in nieder.
Nun sitzt er mir im HerzenUnd schwirret mit den Flügeln.
Das Lied ist kein Epigramm, ob es sich ihm gleichnahet. Wie aber ? wenn die kleine Reihe der Wege-