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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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231
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über das griechische Epigramm.

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Zeile des Epigramms sic auch stehen mögen, derPunkt, darauf gearbeitet wird, das Hauptmomentseiner Wirkung. Wcr rin scharfsinnigeres und si-neres begehrt, für den ist diese Gattung der Sinn-gedichte , voll großen Sinnes, nicht da. Sowenig die Bildsäule bekleid,t und mit Farben ge-schmückt werden kann, so wenig, paßt für erhabenedurch die Einfalt rührende Expositionen ,in zugespitz-tcr Witz oder etwa gar in j.dem neuen Distichoneine neue Pointe.

Anders ist's mit den andern Gattungen undmit jeder nach dem Maas ihr.r Wendung; in ihnenwird nothwcickig auch der Lichtpunkt schneidender undfeiner,, der das Objekt erhellet und ordnet , der seineTh.ile sondert und. sic zu Einem Ganzen verbindet.Man entkäme also d.m nnisten Mißverstände dieserRegeln, w,nn man statt Kürze Einheit, stattAnmuch lebendige Gegenwart, und smttderPointe den Punkt der Wirkung verlangte,iderdas Ganze energisch vollendet.

Leicht abzusehen ist's, wie nach der gegebnenErklärung das Epigramm sich von allen kleinen Ge-dichten unterscheiden lasse, die ihm am nächsten lie-gen. Wenn z. B. Anakreon singt:

Dieser Stier, o Knabe,, scheibetMir ei» Jupiter xu feyn:

Denn er trägt auf seinem RückenFreundlich die Sidoncrin,

Und durchschwimmt v..s wei e Weltmeer,

Das er mit den Hufen tbeilr.

Wohl kein andrer Stier der HeerdeSchiffetc, wie dieser Stier.