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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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230
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IV. Anmerkungen

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sott, auf welchen also das Epigramm vom Anfängebis'zum Ende arbeitet, oder wenn cs Epigramm fürdie Empfindung ist, das Moment feiner Ener-gie, der letzte schacfgcnommcne Punkt feiner Wir-kung.

Aus diesem leichten und natürlichen Begriff,den die erste Idee eine-daritellendcn kurzen Gedichtsmit sich führet, laßt sich sogleich beurtbeilen, wieferneine oder die andere Gattung des Epigramms einenschärfern oder linderen Ausgang haben könne undhaben werde: denn nicht jede Kunst arbeitet für einglnch scharfes Licht: nöch weniger ist jeder Gegen-stand für dasselbe tauglich.

Die Statue des Bildhauers soll von allen Sei-ten gesehen werden; er arbeitet also für alle dieseund bestimm durch, die Stellung und Wendung, dieer dem Bilde giebt, nur leise, aus welchem Punkter am liebsten gesehen zu werden wünschet. So ist'smit den Epigrammen, die Klos Geschichte oder Exposi-tion sind; die Erzählung selbst Muß den Punkt be-stimmen, aus dem sic gesehen werden wollen, sammtdem Moment, das in ihr gefühlt werden soll; jedehinzugesetzte Pointe vernichtet die Wirrung des Wer-"kes. Das edle Wort der Arria: Patus, esschmcrzet nicht! das Wort der sterbenden Toch-ter: Vater, ich biwnicht mehr! *) der ver-achtende Ausruf Leonidas: ich gehe wie einSpartaner hinab! **) sie sind, in welcher

*) Buch 2.

**) B. !».