über das griechische Epigramm. 228
Zeiten und unter allen Völkern. Da überdcm eingroßer Tkicil dieser Gattung die Narren und Thorenunsers Geschlechts angcht; so ist's ja gut, daß diesein allen Jahrhunderten so ziemlich dieselben bleibenund das älteste sowohl als das neueste Epigrammihnen denselben Hellcborus bereitet.
4. Vereinigung der Gattungen zum Haupt-begriff des Epigramms.
Sieben Gattungen des Sinngedichts nahmenwir wahrwir wollen sie unter einander ordnen undsehen, was wir m ihnen zu einem gemeinschaftlichenHauptbegriff fanden.
Die erste war die einfache darstellendeGattung. Sie ist nur Exposition des Gegenstandesund trauet es diesem zu, daß er durch sich selbst be-lehre oder rühre. Erreicht sie diese Wirkung nicht:so ist sie blos eine historische Anzeige, Epi-graphe.
Die zweite fügte der Exposition eine schlichteAnwendung hinzu, die wir das Exempel - Epi-gramm nannten. Ihr Werth beruhte auf derMerkwürdigkeit des Objekts und seiner glücklichenAnwendung.
Die dritte mahlte ein Kunstbild in und zu ei-nem lichten Schepunkt aus, die wir also die schil-dernde nannten und als eine Schwester der vierten,
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