über düs griechische Epigramm.
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Wird die Wendung des Sinngedichts, von derwir reden, weit fortgeführt: so entsteht die Art Epi-gramme daraus, die man die Tauschenden nen-nen könnte. Sie sind um so angenehmer, je un-gesuchter die Täuschung war, je schöner die letzteZeile, vielleicht nur das letzte Wort uns entzaubert.
Hier z. B. scheint Venus zu baden und es istRhodoklea:*) hier steht ein zweiter Paris vor dreiGöttinnen, um die schönste derselben zu krönen under krönt sie alle drey:**) dort fliegt Amor einerSterblichen in den Schoos und glaubt, sie sey sei-ne Mutter u. f. Dergleichen Spiele, die auch vonden Neuern mit vieler Anmuth nachgeahmt sind,waren bei den Griechen zu Hause und ihre Mytho-logie bot ihnen darin den schönsten Vorrath verhül-lender oder verwandelnder Zierrathcn dar. Im Spottund im Ernst, beim Lobe und Tadel, überhauptbei jeder unerwarteten Lehre und Bemerkung giebteine dergleichen feinfortgeführte und wohlnusgelöseteTäuschung treffende Epigramme; ja manche dersel-ben werden beim ersten Lesen unvergeßlich.
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*) Im 3. Buch.
") Im a. Buch-