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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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219
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über das griechische Epigramm,

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weil uns solche belebende Pcrsonificakioncn bloße Na-men sind, theils weil uns die Lebhaftigkeit des grie-chischen Organs in manchen Empfindungen zu feh-len sche-iiM.

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Künstlicher wird das Epigramm bei Gegenstän-den, in denen sich eine Art von Zwiefachem dar-beut, das, unter Einen Gesichtspunkt gebracht, demGedicht Wendung giebt und eine Art von Hand-lung verleihet.

Eine Biene z. B. stört den Kuß des Lieben-den;*) warum stört sie ihn? was will sie sumsenddem Küssenden sagen? Der Dichter erklärt es undsein Epigramm wird um so schöner, je unerwarteterder Gedanke ist; der aus zwei disparatcn Dingengleichsam vor unfern Augen entsprießet. Und nochwar das eben genannte Epigramm den Griechenschöner als uns, weil ihnen der MittelbegriffAmorals Biene" geläufiger war, ebnen also auch dieEntwicklung natürlicher als uns scheinen mußte.

So die weinende Ros e.**) Der Sängerjauchzet in seinem Freudenkranze; siehe da weintunter den Blumen die Blum« der Liebe: der Affekt

*) I. B. die Biene.

") Im 3. Buch.