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IV. Anmerkungen
Von diesem Kunstanblick ging das Sinngedichtauch auf Gegenstände der Natur aus, umsie mit eben der Scharfe eines goldenen Lichtstrahlsdem Geist oder dem Herzen zu zeigen. Ich willvon den Epigrammen nicht reden, die die Liebeeingab und in denen sic auch selbst den zeichnendenGriffel führte. Sic stellte die Züge des geliebtenLbjckts auf dm Punkt zusammen, der dem Herzengenug thun sollte und der zuletzt oft in eine lichteFlamme auflodert. Db es mir gleich nicht geziemte,viele Stücke dieser Art, an welchen die Griechen sehrreich sind, in meine Sammlung aufzunchmcn: sowerden doch auch unter den Gesammelten einigeProben Melcagers u. a.*), die oft bis zum lie-betrunkenen Wahnsinn hinaufsteigen, diese Gattunggenugsam erklären. —
Gleichcrgestalt ergiesset sich das griechische Epi-gramm oft beim Anschauen schöner Gegenden'itt eine Art von Göttcrgcnuß, in welchem der Dich-ter alle Gegenstände der Natur zuletzt belebt fühletund rings um ihn her Göttinnen Und 'Nymphen,Dryaden und Hamadryadcn m entzückendem Tanzeschweben.**) Auf den größten Theil unserer Leser mö-gen diese Epigramme weniger Wirkung haben, theils
*) Bl. >11. Buch: die Sängerin. Die Göttergestalt.VII. B. die Flügel der Seele.
**) IV. Buch, die schöne-Fichte< V. B. der warmeQuell. VII. B. die Quelle. Auf eine schöne Ge-gend, in der Pans Bildniß stand.