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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 10 (1821) Schriften zur griechischen Literatur
Entstehung
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IV. Anmerkungen '

Bild aber vor uns und spricht zu uns mit seinerLehre oder Empfindung, sofort ist das Glcichniß oderEmblem Epigramm worden.

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Da jeder das Unvollkommene dieser Gattungfühlt, indem sie ihren Gegenstand selten zu der lich-ten Höhe zu bringen weiß, auf welcher er gleichsamEins wird mit seiner Anwendung und sich in sie ver-lieret : so hatte der menschliche Geist allerdings nochein Feld schönerer Epigramme vor sich; und ichzweifle nicht, daß Kunstwerke ihn auf dies schö-nere Feld führten. Im Kunstwerk nämlich hatte derKünstler selbst schon auf einen Gesichtspunkt gearbei-tet und dieser galt nicht nur dem Auge, sondern auchder Seele. Das Moment Eines Affekts, EinerSituation wollte er lebendig machen; dies durste derDichter nur bemerken, es zum lichten Punkte seinerBeschreibung auszeichnen und daS schilderndeEpigramm war ihm vom Künstler selbst gegeben.Siehe da die schönen Sinngedichte der Griechen aufihre Kunstwerke. Bei dem leidenden Philo-klet*) z. B. steigt der Dichter von Zuge zu Zuge,von Stufe zu Stufe, um endlich im vollestcn An-blick geistiger Gegenwart von allen Zügen sagen zukönnen:

sie zeigen ach! seinen unendlichen Schmerz.

) Blumenlese, VIII. Buch.